Ich denke, viele haben irgendwo eine kleine USB-Stick-Sammlung herumliegen und wissen mangels Beschriftung nicht immer sofort, was eigentlich drauf ist.
Neuinstallation – welcher Stick war noch mal für ein frisches Image frei? Auf welchem lag der Memtest?
Kann natürlich auch sein, dass ich mit dem Problem alleine dastand. 😅
Ja, stand! Denn vor Kurzem bin ich über Ventoy gestolpert – und ehrlich gesagt frage ich mich ein wenig, warum ich das nicht schon früher entdeckt habe.
Die Idee dahinter ist angenehm simpel:
Ventoy macht aus einem USB-Stick eine Art universellen Boot-Stick. ISO-Dateien werden einfach auf den Stick kopiert und erscheinen beim Booten automatisch im Menü. Kein ständiges Neu-Flashen mehr und keine überschriebenen Sticks, weil gerade wieder irgendwo ein anderes System draufmusste.
Aktuell liegen bei mir darauf:
- verschiedene Linux-Systeme,
- ein paar Rettungstools,
- Memtest,
- und sogar Windows 10 und 11, falls ich mal irgendwo etwas „richten“ muss. 😉

Und gerade auch unterwegs finde ich das ziemlich praktisch. Ein Stick bedeutet schlicht: weniger Chaos im Rucksack.
Die Installation unter Linux und Windows ist erfreulich schnell erledigt.
Ventoy findet ihr hier.
| Linux | Windows |
|---|---|
| 1. Ventoy von der offiziellen Webseite herunterladen | 1. Ventoy von der offiziellen Webseite herunterladen |
| 2. Archiv entpacken | 2. Entpacken und Ventoy2Disk.exe starten |
3. Mit lsblk kurz prüfen, welcher USB-Stick verwendet werden soll | 3. USB-Stick auswählen |
4. Installation starten: sudo sh Ventoy2Disk.sh -i /dev/sdX | 4. Auf „Install“ klicken |
| 5. Danach einfach ISO-Dateien auf den Stick kopieren | 5. ISO-Dateien einfach auf den Stick ziehen |
⚠️ Achtung:
Der komplette Stick wird bei der Installation gelöscht.
Fertig 😄
Mit manchen Distributionen lässt sich sogar ein persistentes Livesystem bauen. Dadurch bleiben installierte Pakete oder kleinere Änderungen auch nach dem Neustart erhalten. Das muss ich mir allerdings selbst noch etwas genauer anschauen. 😄